Niemand weiß, welches das letzte Foto eines geliebten Menschen sein wird
Georges Braque war ein französischer Maler, Grafiker und Bildhauer. Ihm wird das Zitat: „Art is a Wound turned into Light“ zugeschrieben, welches so oder so ähnlich auch in der Literatur bei Ernest Hemingway zu finden ist. Dieser formulierte es als „Write hard and clear about what hurts.“
Beide Zitate haben also zum Inhalt, dass wir das, was uns weh tut oder im Inneren beschäftigt in Licht oder Kunst umwandeln (sollten). Kürzlich jährte sich zum bereits 5. Mal der Todestag meines Vaters. Oftmals kann ich selbst kaum glauben, was sich in meinem Leben seitdem alles verändert hat.
Mit LebenSZeiten Fotografie habe ich mein Innerstes von Tag 1 an in Kunst umzuwandeln versucht. Ich bringe anderen Menschen die emotionale Bedeutung von Bildern näher und begebe mich ab und zu bewusst auf dünnes Eis, indem ich Menschen mit dem Thema der Endlichkeit konfrontiere.
Ich habe den Fehler begangen, in meinem Erwachsenenleben zu selten Fotos mit meinen Eltern gemeinsam aufzunehmen. Von meinen Großeltern ganz zu schweigen – da war ich letztlich einfach noch zu jung um den emotionalen Wert von aussagekräftigen Bildern als Erinnerung ermessen zu können.
Aus leidlicher Erfahrung weiß ich aber, wie wichtig es ist, seine eigene Lebensgeschichte mit Bildern untermauern zu können. In einem Foto, welches du mit deinen Verwandten anschauen kannst und ‚Weißt du noch?‘-Geschichten austauscht, sind in Geld nicht aufzuwiegende Emotionen verankert.
Dankenswerterweise bin ich mehreren Freunden meiner Eltern nahe genug, um ab und an noch in ihre Erinnerungen eingeladen zu werden oder witzige Geschichten zu erfahren, die ich bis dato noch nicht kannte.
Mach du aber bitte nicht den gleichen Fehler wie ich und hole all deine Lieben dieses Jahr endlich vor die Kamera.
Egal ob sie 2 oder 92 sind:
Lasst euch gemeinsam in allen erdenklichen Konstellationen im Moment festhalten. Du weißt nicht, welches Bild mit deinen Liebsten irgendwann dein Letztes sein wird.
Ich tausche meine Energie, Zeit und Lebenserfahrung gegen eine für euch unwiderbringliche Erfahrung: ein Fotoshooting ist kein lästiger Termin – es ist eine wunderschöne Zusammenkunft der Menschen, die eine Rolle in deinem Leben spielen.
Sprich mich noch heute an und reserviere dir deinen Termin für 2026, denn
BILDER, DIE MAN NICHT HAT, KANN MAN SICH NICHT IN ERINNERUNG RUFEN.
Wir Menschen tendieren dazu, nur die positiven Ereignisse im Leben festzuhalten und mit anderen zu teilen.
Dennoch gibt es eben unweigerlich auch Momente, die zum Leben dazugehören und seltener dokumentarisch festgehalten werden:
Dazu gehört der Abschied von einem geliebten Menschen.
Im Nachhinein wünscht man sich vielleicht, auch diese Bilder im großen Album des Lebens eingefügt zu haben.
Mir ging es tatsächlich so und ich bin heute froh, eine der wohl schwierigsten Zeiten in meinem eigenen Leben – den Abschied von meinem Vater – fotografisch begleitet zu haben. Das Album liegt mir sehr am Herzen und ich möchte die Fotos nicht missen.
Dabei habe ich festgestellt, dass gerade in diesen Bildern so viel Ruhe, Liebe und Magie liegt, wie sie höchstens mit der Neugeborenenfotografie vergleichbar wäre:
Anfang und Abschied wohnen ähnlich starke Emotion inne und der Frieden in beiden Lebenssituationen wirkt auf den Bildern unglaublich stark.
Die Momente können nicht unendlich wiederholt werden können. In Bildern sind sie jedoch für alle Zeiten sichtbar. Mir ist bewusst, dass es schwerfällt, für diese Momente an eine fremde Person im vertrauten Umfeld der Familie zu denken.
Genau aus diesem Grund möchte ich das Thema „Abschied nehmen“ aber mit in meinem Portfolio abgebildet wissen.
Schreib mir gerne, wenn du Fragen oder Gedanken zu diesem Thema hast. Mein Versprechen lautet, dass ich zu jeder Zeit einen sensiblen und einfühlsamen Umgang mit dir und deiner Familie finden werde.